Frankreich und Deutschland gehen (endlich wieder!) voran!


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Lange Zeit sah es so aus, als ob die "Achse" Paris-Berlin nicht mehr so richtig funktionieren würde. So blieben die Europa-Offensiven des französischen Staatspräsidenten Emanuel Macron unendlich lange ohne Resonanz in Berlin, redete man in den beiden Hauptstädten immer wieder eimal ziemlich genau aneinander vorbei, fand dann zwar beim EU-Haushalt einigermaßen wieder zu einander, aber das "Urvertrauen", das einst die Beziehung von Giscard d'Estaing und Helmut Schmidt gekennzeichnet hatte, war augenscheinlich verloren gegangen.


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Nun aber gibt es neue berechtigte Hoffnung, dass die beiden wichtigen Partner Frankreich und Deutschland nicht

nur wieder häufiger mit einander reden, sondern auch gemeinsame initiativen ergreifen und gemeinsam handeln: Die Wirtschaftsminister überlegen gemeinsam, wie sie mit Industriepolitik die Konjunktur nach Corona wieder flott bekommen und darüber hinaus auch Europas Souveränität sichern können.


Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wird konkret:

"Wir müssen die industriellen Prioritäten definieren, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden sollen. Das Projekt zur Herstellung von Batterien ist ein gutes Beispiel: Etwa zwölf Mitgliedstaaten sind beteiligt. Gemeinsam mit den zuständigen EU-Kommissaren bereiten wir nun weitere innovative Projekte zu Mikroelektronik, 5G und Wasserstoff vor".

Sein französischer Kollege Le Maire ergänzt:

"Wir müssen die Abstimmung in der Wirtschaftspolitik in den kommenden Monaten weiter verstärken und sollten am Ziel der Integration der Euro-Zone festhalten. Ich freue mich über die gemeinsamen Initiativen - es sind die wichtigsten seit der Geburt von Airbus".

Beide Minister verweisen auf die nüchternen Fakten, die aufzeigen, wo Europa aufholen muss: Aktuell beziehen wir in Europa 85 Prozent aller Batterien aus China oder Südkorea. Ab 2021 sollen sie auch in Europa produziert werden. Für die Halbleiter gilt Gleiches: Am Weltmarkt-Umsatz von 440 Milliarden Euro hat Europa lediglich einen Anteil von zehn Prozent. Frankreich, Deutschland sowie elf weitere EU-Staaten haben sich darauf verständigt, die Mikroprozessoren in Europa zu designen und zu produzieren, die unsere Smartphones und Computer antreiben.


Die Minister übereinstimmend:

"Wir bauen die wirtschaftliche und technologische Souveränität Europas".

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